Der Glaube an Gott – ein Auslaufmodell?

Der Glaube an Gott…ein Auslaufmodell. Wenn man in die Welt und die sozialen Medien einen Blick wirft, könnte man meinen, dass dies den Tatsachen entspricht. Doch so kurz zu greifen wäre falsch.

Oft verneinen die Menschen den Glauben an Gott. Sie bezeichnen sich als Atheist. Wenn man dann aber etwas nachhakt, stellt man fest, dass es doch nicht so einfach ist. An irgendwas übergeordnetes oder so, glauben dann doch die meisten. Zumindest an Spiritualität.

Die entscheidende Frage ist, warum glauben viele Menschen nicht mehr an das, was seit über 2000 Jahren Gültigkeit hat?
In der heutigen Welt löst die Wissenschaft nun einmal viele Fragen, die man sich vor einiger Zeit nur durch den Glauben an Gott beantworten konnte. Obendrein, ist man durch die heutige Schnelllebigkeit, angetrieben durch die Medien und allen voran dem Internet, geneigt den Glauben an einen gerechten Gott zu verlieren. Zu schnell prasseln die negativen Eindrücke des Lebens auf uns ein. Von allen Seiten Krankheit, Krieg, Zerstörungen und Unfrieden.

Da ist es irgendwie Verständlich, dass man die Gerechtigkeit Gottes hinterfragt. Karma oder andere Ansichten passen da besser ins Bild. Nicht zuletzt auch durch das Internet, kann man sich schnell Informationen beschaffen. Zu allen Glaubensrichtungen. Es ist möglich durch den logischen Verstand, seine ganz persönliche Vorstellung einer Religion zu basteln.
Und genau DAS trifft auf die meisten Menschen zu. Sie haben den Glauben nicht verloren. Sie haben den Glauben ihrem Weltverständnis, ihren Ansichten, angepasst.

Es gibt nur ein Problem, wenn man beginnt ein bisschen durchzumischen. Es passt dann alles für uns zusammen aber mit dem Wort Gottes, das uns durch die Bibel zugänglich ist, hat es nur mehr wenig zu tun. Oft hat Gott einfach andere Pläne die wir nicht verstehen. Seine Gerechtigkeit ist nicht von dieser Welt. Sein Reich ist ein anderes. Wir müssen unsere weltlichen Vorstellungen teilweise über Bord werfen und uns von unserem Gefühl leiten lassen. Ein wenig mit kindlichem Gemüt an die Sache heran gehen. Zwar immer fragend aber nicht weltlich skeptisch. Ich denke, man kann spüren welcher Weg der richtige ist, wenn man denn auch bereit ist zu vertrauen und sich führen zu lassen.

Mein Königtum ist nicht von dieser Welt.

Viele Menschen glauben an Geister und somit irgendwie daran, dass eine Seele existiert. Warum tun sich viele dieser Menschen dann damit so schwer sich vorzustellen, dass diese Seelen zu Gott gehören. Dass diese Seelen, dass wir danach streben bei Gott ihr zu Hause zu finden.

Es steht für mich fest, dass dieses Leben nur einen Sinn hat, wenn danach noch etwas kommt. Etwas größeres und unglaublich wundervolles. Gott und seine für uns unvorstellbare Liebe.
Wir sind in diesem Leben vielleicht durch Sorgen und Krankheiten bedroht. Aber nicht im ewigen Leben. In dem Leben das nach dem Tod folgt.

Tägliches Brot – Wos is des?!

Unser erster Beitrag. Der erste Blog überhaupt. Wir haben noch keine Ahnung wohin dieses Projekt führen wird. Doch worum geht es in diesem Projekt, in diesem „Tagebuch“ überhaupt? Wos is des?!

Nun am Anfang stand die Idee, dass wir versuchen wollen einen Blog zu starten, indem wir versuchen den Menschen näher zu bringen, wieso der Glaube wichtig ist. Nicht auf die liturgische Art und Weise. Sondern in frischerer Sprache. Nicht, dass ich gegen die liturgische Sprachweise etwas hätte. Viel mehr sollen aber eben jene Menschen angesprochen werden, die mit Glauben nix zu tun haben. Mitmenschen, die vielleicht schon lange keinen Gottesdienst besucht haben. Menschen, die auf der Suche sind aber vielleicht gar nicht mehr wissen, wonach sie suchen.

Warum gerade ich meine, dieses zu können? Das zu verstehen? Ich bin selbst an einem Punkt gewesen, an dem ich nach dem Größeren gesucht habe. Ich war getauft, hatte auch die Erstkommunion empfangen. Doch dann kam die Jugendzeit. Na wen interessiert da bitte Kirche? Oder der Glauben? Ich bin ehrlich und sage, dass es mir da nicht anders erging.

Zu einem späteren Zeitpunk in meinem Leben, Anfang 20 ungefähr, habe ich wieder gespürt, dass es mehr geben muss, als hier. Wo sucht man da nach Antworten in der heutigen Zeit? Na no na ned, im Internet. Und im Internet ist es dann nicht mehr weit auf esoterisches Gedankengut zu stoßen. Ganz schnell habe ich festgestellt, dass man sich da ganz gut seinen Glauben zusammenbasteln kann. Man nimmt sich raus, was sich gut und plausibel anhört. Leiwand eigentlich. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass das nicht zielführend ist.

Das Interesse daran wurde weniger. Nicht zuletzt dank meiner Frau. Denn ohne, dass sie aktiv versucht hat mich zu missionieren, habe ich im Laufe unserer Beziehung gemerkt, dass der katholische Glaube genau das ist, was ich die ganze Zeit vermisst habe. Dadurch, dass ich gesehen habe, wie tief verwurzelt meine Frau in Ihrem Glauben ist, konnte ich hineinwachsen und mich einfühlen in diese Religion. Die Religion, mit der ich seit der Taufe verbunden war, die ich aber komplett aus den Augen verloren hatte. Einfach zu wenig damit beschäftigt. Zu wenig Informationen bekommen. Zu wenig Einblick und Erklärungen.

So kam es Schritt für Schritt, dass ich mich immer wohler fühlte. In mir veränderte sich etwas. Mein Gewissen hat sich neu gebildet und meine Empathie für die Mitmenschen wuchs. Ich bin noch immer in einem wahrscheinlich lebenslangen Lernprozess. Und ich freue mich darauf, immer mehr zu lernen und neu zu hinterfragen. Und wenn ich auch nur einen einzigen Menschen mit meinen künftigen Einträgen hier dazu bringe, sich vielleicht wieder mit dem Thema Glauben zu beschäftigen, dann hat es sich gelohnt.

In diesem Sinne, freue ich mich auf viele künftige Beiträge, Diskussionen, Meinungen…

Auch wenn es noch etwas dauert, bis sich hier der erste Kommentar findet, sehe ich dem positiv entgegen. 🙂

Schönen Sonntag und liebe Grüße, Michael!