Das Feuer für die frohe Botschaft am Lodern halten!

Wenn man für etwas eine Leidenschaft entwickelt, dann brennt das Herz dafür. Vor lauter Freude kann man nicht anders, als darüber zu reden und zu zeigen, für welche Botschaft man sich begeistert einsetzt.

Im Alltag ist es gar nicht so einfach, sich diese Leidenschaft zu erhalten. Selbst, wenn man eine „Lobby“ dafür hat, so ist es nicht sicher, dass diese Lobby gemeinschaftlich genau das selbe möchte, wie man selbst. 

Man fügt sich und findet sich damit ab, dass man wohl nicht so viel beitragen kann, wie man eigentlich möchte. Die große Flamme wird im Alltag kleiner und manchmal droht sie zu ersticken.

Was den Glauben betrifft, bezieht sich mein Vergleich vor allem auf die Mitarbeit in einer Gemeinde. Ich will mich in die Gemeindearbeit einbringen, um am Reich Gottes mitzubauen und den Glauben lebendig zu halten. 

Allzu oft muss ich jedoch der Realität ins Auge blicken und feststellen, dass ich in meiner missionarischen (ja, ich verwende dieses gefürchtete Wort) Aufbruchstimmung irgendwie alleine dastehe. 

Das Leben in der Gemeinde soll erhalten bleiben. Wir wollen niemanden mit zu neuen Ideen verschrecken. Besser die Gläubigen behalten, als Neues auszuprobieren und dann vielleicht auch noch die Wenigen, die geblieben sind, zu verlieren.

Diese Stimmung macht mich unglücklich. Für mich gibt es ein klares Ziel. Dieses Ziel wurde uns von Jesus direkt vorgegeben. Mit diesem Auftrag werden wir gesalbten, also alle, die die Taufe empfangen haben, in die Welt geschickt. 

Wir sollen das Evangelium allen Völkern und Nationen verkünden! 

Freude konservieren macht unglücklich!

Wenn die Botschaft nur noch konserviert wird, dann wird sie wertlos und stirbt irgendwann. Gott möchte aber allen Menschen seine Botschaft verkünden. Das bedeutet auch, dass wir die Weitergabe des Evangeliums an unsere Zeit anpassen müssen.

Das ist und bleibt immer die Herausforderung für alle Generationen. Nicht die Botschaft selbst soll verändert werden. Diese ist und bleibt für alle Zeiten gültig. Die Wege, die wir gehen sollen, müssen aber ergründet werden.

Ich bete dafür, dass Gott den Menschen immer Wege aufzeigen wird, wie Sein Evangelium verkündet werden soll, damit möglichst viele gerettet werden und Ihm begegnen können. Ich bete dafür, dass die Flamme in unseren Herzen beständig weiterbrennen wird und ich bin unendlich zuversichtlich, dass dies auch gelingen wird.

Denn Gott ist allmächtig und ich vertraue Ihm unendlich!

Mission (im)possible! Doch wie geht das richtig?!

 Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!

Mk  16,15

Das angeführte Zitat aus dem Markusevangelium beschreibt wohl, was unser Auftrag ist. Wir, die wir glauben, sollen der ganzen Welt von der Frohen Botschaft erzählen! Wir haben eine Mission!
Christus ist auferstanden! Halleluja! 🙂

Ein simpler Auftrag?

Ein simpler Auftrag, der für mich persönlich durchaus ziemliche Herausforderungen mit sich bringt.
Wie bringe ich persönlich die Frohe Botschaft in die Welt? Wie erzähle ich den Menschen von Jesus, die noch nichts oder nicht wirklich mit Ihm zu tun hatten?

Ich finde es ziemlich schwierig, jemandem, mit dem Feuer das in mir brennt, von Christus zu erzählen ohne dabei zu „durchgeknallt“ zu wirken. In der heutigen Zeit kann das nämlich schnell so rüberkommen, besonders dann, wenn die Menschen das Gefühl bekommen, dass ein Missionierungsgedanke dahintersteckt.

„Mission“ ist ein sehr negativ behaftetes Wort. Es sollte auch nicht unser Ziel sein, jeden Menschen in unserer Umgebung krankhaft überzeugen zu wollen.
Wenn sich aber jemand durch Gespräche über Gott dafür zu interessieren beginnt, was denn das Evangelium ist, dann würde ich mich freuen. Nicht, weil es ein Erfolg für mich ist, sondern weil ich diesem Schäfchen eine Perspektive eröffnen könnte, aus der sich eine neue Sicht auf die Welt und das Jenseits entwickeln könnte. Wir sollten das Wort „Mission“ als im absolut positivsten Sinne empfinden.

Und wie wirkt man jetzt nicht „durchgeknallt“?

Das ist für mich die entscheidende Frage. Ich schaffe es zwar mit allen Menschen, denen ich begegne irgendwann über Gott zu reden. Es ergibt sich meist einfach. Ich bin allerdings sehr vorsichtig, wenn ich versuche über den Glauben, vor allem die katholische Lehre, zu sprechen. Ich bin schließlich auch kein Theologe, der auf jede Frage eine Antwort findet. Diesen Anspruch möchte ich auch gar nicht erfüllen.

Viel mehr spreche ich über meine Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe. Ich höre aber auch sehr aufmerksam zu, was mein Gegenüber mir zu sagen hat. Oft ist da noch eine Verbindung aus der Kindheit, dann ein Bruch und schließlich hat man sich von der Kirche getrennt.

Sehr oft kommt es mir dann so vor, dass niemand diesen vielen Schäfchen zugehört hat. Niemand hat sie gefragt, ob sie auch verstanden haben, woran sie glauben (sollen).
Es wird ihnen die Lehre erklärt und davon ausgegangen, dass sie das alles verstehen.

Das kommt mir bekannt vor!

Ganz, ganz oft finde ich mich selbst in diesen Erzählungen wieder. Man hat es verabsäumt, den Menschen eine Beziehung zu Gott zu vermitteln. Viele haben es verlernt zu beten. Es wirkt zu naiv in den Raum zu sprechen und zu erwarten, dass dann irgendwann etwas passiert, weil die Beziehung fehlt. Es fehlt das Vertrauen.

Ich gebe zu, ich habe hier jetzt viele Türen aufgestoßen, ohne ausreichend Antworten zu bieten.
Die Antworten fehlen mir einfach. Sie fehlen nicht nur mir, sondern auch der Kirche, so kommt es mir oft zumindest vor.
Wir müssen neue Wege gehen, bereit dazu sein die richtigen Worte zu finden und uns vom Heiligen Geist leiten zu lassen, damit wir das tun können, worum uns der Herr selbst gebeten hat.

Besucht bei dieser Gelegenheit auch den Artikel: Wozu brauche ich eine Kirche? Glauben kann ich auch alleine!

Wasser predigen, Wein trinken

Das heutige Evangelium gefällt mir besonders gut.
Jesus haut hier nämlich denjenigen, die glauben, dass sie besonders gottesfürchtig und treu sind, gehörig auf die Finger. Unerhört, was Er da sagt. Zumindest für die, die es hören mussten.

Amen, das sage ich euch: Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes, als ihr.

Mt 21,31

Diese Worte gehen direkt an die Hohepriester.
Sie sind aber viel mehr für uns alle relevant. Und genau deshalb gefällt mir die Stelle aus dem Evangelium umso besser!
Wir gehen in den Gottesdienst, bitten um Verzeihung und wollen Jesus in Wort und Tat nachfolgen.

Und jetzt sind wir mal ehrlich zu uns selbst. Wer von uns kann denn sagen, dass er all das umsetzt, was da gefordert wird?
Wie oft vergessen wir im Alltag, dass wir Christen sind und auch leben sollten, wofür wir unser Herz zu öffnen versuchen?
Ist es nicht viel mehr so, dass wir uns ins Auto setzen und dem ersten, der sich irgendwie falsch verhält, zumindest in Gedanken, ein paar sehr unnette Worte an den Kopf werfen?
Wie oft vergeben wir denn nicht unseren Schuldigern?

Genau da ist Gott aber gütig. Die Messlatte liegt sehr hoch. Aber wer aufrichtig bereut, dem wird verziehen werden. Dies entbindet uns jedoch nicht von der Pflicht unser Christ sein zu leben.
Gott weiß aber, dass wir Menschen sind. Menschen mit Fehlern. Wer sich seine Fehler eingesteht und dies auch vor Gott tut, den wird Er eines Tages in das Reich Gottes aufnehmen.

Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg!
Er antwortete: Ja, Herr!, ging aber nicht.
Da wandte er sich an den zweiten Sohn und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn, und er ging doch.

Mt 21,28ff

Jesus macht uns mit diesem Gleichnis bewusst, dass es eben nicht reicht zu sagen, dass wir doch alles für Gott tun wollen und uns dann umdrehen und genau das Gegenteil machen. Eben Wasser predigen und Wein trinken.
Wer aber bereut und sich zur Umkehr bewegt, dem wird Gott verzeihen.
In der Beichte gibt Gott uns immer und immer wieder die Chance umzukehren und uns wieder ganz zu Ihm zu bekennen. Mit einem reinen Herz.

Nehmen wir das Angebot doch an. Bereuen wir, wenn wir Fehler begehen und versuchen wir uns zu ändern, wo wir noch nicht unserem Herrn Jesus Christus nachfolgen.


In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes: Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg!
Er antwortete: Ja, Herr!, ging aber nicht.
Da wandte er sich an den zweiten Sohn und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn, und er ging doch.
Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt? Sie antworteten: Der zweite. Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, das sage ich euch: Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr.
Denn Johannes ist gekommen, um euch den Weg der Gerechtigkeit zu zeigen, und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen, und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt.

Mt 21,28ff

Wir alle brauchen jemand, der sich Zeit für unsere Sorgen nimmt

Wer hat nicht Sorgen in diesem Leben. Kleine und Große. Leichte und schwere. Die kleinsten davon können in manchen Momenten zu den drückendsten werden. Wie gut, wenn wir uns zu jederzeit jemandem anvertrauen können. Jemandem, der alle unsere Lasten auf sich nimmt.

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.

Jesus selbst sagt uns das im heutigen Evangelium. Egal, wer wir sind. Egal, ob wir Ihn schon kennen oder noch nichts über Ihn wissen. Wir alle sollen zu Ihm kommen und Ihm von unseren Lasten erzählen. Er will uns helfen, in diesem Leben mit unseren kleinen Sorgen fertig zu werden. Sorgen und Nöte, die im ewigen Leben nichts mehr wert sein werden.

Ich sehne mich oft nach dieser Ruhe. Nicht immer kann ich mich auf dieses Zwiegespräch einlassen, dass einem so viel Gnade und Heil bringen kann. Aber dann, wenn es mir gelingt, habe ich das Gefühl einen Augenblick nur einen Hauch dessen zu erfahren, was uns in der Ewigkeit erwarten kann.

Dieses Gefühl der Ruhe und der Liebe ist so allumfassend. Unvorstellbar, wie es sein muss, dies in seiner ganzen Fülle zu erfahren. Ich wünschte mir, jeder Mensch könnte einmal kurz fühlen, was dieses Gefühl bedeutet. Niemand, der das empfunden hat, würde je wieder darauf verzichten wollen.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

Wie gerne möchte ich dieses Joch auf mich nehmen. Wenn Jesus selbst uns führt und wir Ihm nachfolgen, können wir so unendlich viel lernen. Die vermeintlichen Regeln werden uns nicht einengen. Sie werden uns frei im Denken machen und uns Klarheit verschaffen. So, dass wir genau wissen, wohin wir gehen müssen und wem wir folgen dürfen.

Nie ging es mir so gut, wie seit dem Zeitpunkt, an dem ich dies erfasst habe. Seitdem bin ich glücklich. Glücklich zu wissen, dass ich Jesus Christus nachfolgen will. So gut ich es eben kann als einfacher Mensch mit meinen Sorgen und Nöten.


 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 11,25-30.

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

Beruhigende Worte – eine wahrlich frohe Botschaft!

Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Große Worte werden im heutigen Evangelium gesprochen. Worte, die eigentlich keinen Zweifel mehr zulassen können. Es wird uns ein Weg offenbart. Jesus sagt, Er selbst ist der Weg den wir gehen müssen.
Ihm in diesem Leben nachzufolgen erschließt uns die Möglichkeit eines Tages einen Platz im Jenseits zu finden. Jesus versichert uns dies sogar in der frohen Botschaft!

Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.

Ein beruhigender Gedanke zu wissen, dass es einen Platz gibt, an dem wir bereits erwartet werden. Beruhigend ist es auch zu wissen, welchen Weg man gehen muss, um dorthin zu gelangen.
Und dann gleich wieder Worte, die uns sagen, dass wir keine Angst haben müssen und, dass wir sogar schon wissen, wie Gott aussieht.

Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.

Damals verstand man wahrscheinlich noch nicht genau, was damit gemeint war. Heute ist uns allen bewusst, dass Jesus Gottes Sohn ist. Mehr noch. Er selbst ist Gott.
Wir müssen uns kein Bild von Gottes Angesicht ausmalen. Denn wir durften bereits durch Jesus erfahren, wie der Vater aussieht. Ein gutes Gefühl auf keinen Unbekannten zu treffen und sich bewusst zu sein, dass wir durch die Bibel bereits ein sehr genaues Bild von Gott haben.

Alles in allem bringt das heutige Evangelium eine Botschaft, die sehr viel Hoffnung transportiert. Der Mensch fühlt sich sicherer, wenn er weiß oder vermuten darf, was ihn nach dem Tod zu erwarten hat. Wir fühlen uns sicherer, wenn wir wissen, welchen Weg wir gehen müssen, welche Werke wir tun müssen, um zum Vater zu gelangen.
Und schließlich ist es beruhigend, dass wir uns sicher sein können, dass wir auf einen barmherzigen Gott treffen werden, wenn wir unsere Fehler auch eingestehen und bereuen.

Genau das lässt uns das neue Testament schließlich erkennen. Gott verzeiht uns unsere Fehler!


 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Jn 14,1-12

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich!
Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.
Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr.
Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?
Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke.
Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!
Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater.

Nur der gute Hirte kommt durch die Tür!

Der gute Hirte. Ein bekanntes Bild. Gerne verwendet in der Bibel, da es den Menschen damals sehr geläufig war.
Das heutige Evangelium wird dem Hirten und seiner Herde gewidmet. Mehr aber noch geht es um die Tür, die die Herde vom Bösen rundherum trennt.

Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.

Da sagt Jesus also, Er ist die Tür.
Eine Tür, eine Wohnungstür, die den geschützten Bereich zu Hause vom Rest trennt. Durch diese Tür kommt nur jemand, der den Schlüssel besitzt. Nur jemand Befugtes erlangt den Eintritt. Das macht auch Jesus klar.

Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.

Im Gleichnis wird auch davon gesprochen, dass die Schafe die Stimme des Hirten kennen. Sie wissen auf wen sie hören müssen.
So fühlen auch wir, die fühlen, dass sie gerufen werden.
Es gibt da jemanden, der uns ruft. Und durch Jesus, durch die Tür, können wir demjenigen folgen, der uns ruft.

Der gute Hirte wird versuchen uns vor dem Bösen zu beschützen. Der Hirte wird uns zu Futterstellen führen und dafür sorgen, dass wir zu trinken bekommen. Er wird uns den richtigen Weg weisen, der manchmal auch ungemütlich sein kann. Aber am Ende können wir sicher sein, dass Er uns an das richtige Ziel führen wird. Wenn wir denn auch auf die Worte hören, wie es eine gute Herde nun einmal tut.

Es gilt also zu beachten, dass wir zum einen darauf achten sollen, dem richtigen Hirten zu vertrauen. Immer wieder wird es vermeintlich gute Menschen geben, bei denen sich herausstellt, dass ihre Absichten doch nicht die besten waren.

Wenn dann aber unser Hirte uns gefunden hat, der uns hilft durch das Tor zu gelangen, sollten wir auch versuchen die Worte dieses Hirten zu beachten. Wir sollten uns an seinen Weisungen orientieren, um nicht den rechten Weg zu verlieren. Auf diesem Wege können wir das Leben erlangen. Das ewige Leben. Das Leben, für das Jesus am Kreuz gestorben ist. Für uns.


 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Jn 10,1-10.

In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.
Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.
Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen.
Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.