„Tägliches Brot“? Kann man das essen??

Die Diskussion über den Blognamen fand am Frühstückstisch statt. Es war klar, dass der Name irgendwie mit Glaube zu tun haben soll. Aber nicht zu direkt. Sonst könnte es ja abschrecken. 😉

Nach einigen Variationen fielen die Worte Hunger und Durst. DIE Grundbedürfnisse jedes Menschen. Doch wonach hungert oder dürstet es Menschen? Nach Essen und Trinken. Is schon klar. Aber weiter gedacht. Geistige Nahrung. Nahrung für den Kopf, fürs Herz, für die Seele. Auch das verlangt der Körper.

Als Christ fällt einem im Zusammenhang damit sofort Brot ein.

 

Unser tägliches Brot gib uns heute.“

 

Dieser kleine Satz bedeutet so viel. Schnell d’rüber g’schaut heißt es natürlich, bitte sorge dafür, dass wir täglich was im Magen haben. Aber weitergedacht heißt es auch, bitte, sorge dafür, dass wir täglich neue Gedanken bekommen. Sorge dafür, dass wir nicht stehen bleiben und aufhören uns weiter zu entwickeln. Sorge dafür, dass wir im Herzen wachsen und uns für neue Gedanken öffnen.

Ich denke damit ist klar, dass dieser Satz gut umschreibt, worum es im Glauben so geht. Dieser Satz kann aber für jeden auch eine individuelle Bedeutung haben. Es soll sich jeder am besten für sich selbst Gedanken machen, was diese Passage für das eigene Leben bedeuten könnte. Somit ist er perfekt geeignet, um auf unseren Blog hinzuweisen.

Wenn dieser Eintrag Anklang bei Euch findet, seid Ihr gerne eingeladen, Eure eigenen Ansichten zu diesem wichtigen Satz in den Kommentaren dazulassen. Wir würden uns freuen. 🙂

Tägliches Brot – Wos is des?!

Unser erster Beitrag. Der erste Blog überhaupt. Wir haben noch keine Ahnung wohin dieses Projekt führen wird. Doch worum geht es in diesem Projekt, in diesem „Tagebuch“ überhaupt? Wos is des?!

Nun am Anfang stand die Idee, dass wir versuchen wollen einen Blog zu starten, indem wir versuchen den Menschen näher zu bringen, wieso der Glaube wichtig ist. Nicht auf die liturgische Art und Weise. Sondern in frischerer Sprache. Nicht, dass ich gegen die liturgische Sprachweise etwas hätte. Viel mehr sollen aber eben jene Menschen angesprochen werden, die mit Glauben nix zu tun haben. Mitmenschen, die vielleicht schon lange keinen Gottesdienst besucht haben. Menschen, die auf der Suche sind aber vielleicht gar nicht mehr wissen, wonach sie suchen.

Warum gerade ich meine, dieses zu können? Das zu verstehen? Ich bin selbst an einem Punkt gewesen, an dem ich nach dem Größeren gesucht habe. Ich war getauft, hatte auch die Erstkommunion empfangen. Doch dann kam die Jugendzeit. Na wen interessiert da bitte Kirche? Oder der Glauben? Ich bin ehrlich und sage, dass es mir da nicht anders erging.

Zu einem späteren Zeitpunk in meinem Leben, Anfang 20 ungefähr, habe ich wieder gespürt, dass es mehr geben muss, als hier. Wo sucht man da nach Antworten in der heutigen Zeit? Na no na ned, im Internet. Und im Internet ist es dann nicht mehr weit auf esoterisches Gedankengut zu stoßen. Ganz schnell habe ich festgestellt, dass man sich da ganz gut seinen Glauben zusammenbasteln kann. Man nimmt sich raus, was sich gut und plausibel anhört. Leiwand eigentlich. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass das nicht zielführend ist.

Das Interesse daran wurde weniger. Nicht zuletzt dank meiner Frau. Denn ohne, dass sie aktiv versucht hat mich zu missionieren, habe ich im Laufe unserer Beziehung gemerkt, dass der katholische Glaube genau das ist, was ich die ganze Zeit vermisst habe. Dadurch, dass ich gesehen habe, wie tief verwurzelt meine Frau in Ihrem Glauben ist, konnte ich hineinwachsen und mich einfühlen in diese Religion. Die Religion, mit der ich seit der Taufe verbunden war, die ich aber komplett aus den Augen verloren hatte. Einfach zu wenig damit beschäftigt. Zu wenig Informationen bekommen. Zu wenig Einblick und Erklärungen.

So kam es Schritt für Schritt, dass ich mich immer wohler fühlte. In mir veränderte sich etwas. Mein Gewissen hat sich neu gebildet und meine Empathie für die Mitmenschen wuchs. Ich bin noch immer in einem wahrscheinlich lebenslangen Lernprozess. Und ich freue mich darauf, immer mehr zu lernen und neu zu hinterfragen. Und wenn ich auch nur einen einzigen Menschen mit meinen künftigen Einträgen hier dazu bringe, sich vielleicht wieder mit dem Thema Glauben zu beschäftigen, dann hat es sich gelohnt.

In diesem Sinne, freue ich mich auf viele künftige Beiträge, Diskussionen, Meinungen…

Auch wenn es noch etwas dauert, bis sich hier der erste Kommentar findet, sehe ich dem positiv entgegen. 🙂

Schönen Sonntag und liebe Grüße, Michael!