Weihnachten – Gott wird ganz klein

Jedes Jahr feiern wir Weihnachten. Ein großes Fest, das wir mit unseren Familien begehen. Einige von uns verirren sich dabei in die Christmette und feiern die Geburt unseres Herrn, Jesus Christus.

Dieser Gedanke ist eigentlich unerhört. Der allmächtige und barmherzige Gott, der vor Allem war und in Ewigkeit sein wird, Er selbst begibt sich hinab zu den Menschen. Er begibt sich nicht nur hinab, Er selbst wird Mensch.

Gott unter Menschen?!

Dieser Gott der den Himmel und die Erde erschaffen hat ist mitten unter uns. Das ist eigentlich kaum vorstellbar. Als wäre das nicht genug, macht sich der Herr nun auch noch abhängig von uns Menschen. Er begibt sich in eine Abhängigkeit zu Maria, die Ihm ihr „Ja“ zusichert und Ihm unendlich vertraut.

Jesus macht sich komplett abhängig, indem Er als Baby zu uns kommt. Als ein kleines Geschöpf, welches nicht für sich selbst sorgen kann, begibt Er sich zu uns herab. Gott hat sich freiwillig in diese Abhängigkeit begeben. Wer hätte gedacht, dass der Allmächtige genau so zu uns kommt?

Vor dieser Tatsache kann man nur staunend verweilen und damit beginnen, Jesus anzubeten. Als weitere Option bleibt, dass man sich abwendet, weil es einem unmöglich erscheint, dass der Herrscher über das All sich diesen Weg aussuchen würde, um sich zu offenbaren.

Staunen, zweifeln oder leugnen…

Ich habe mich für das Staunen entschieden und somit auch dafür, mich darüber zu freuen, dass unser Retter geboren ist und eines Tages wiederkommen wird. Bis zu diesem Tag will ich versuchen mein Leben auf Jesus hin zu zentrieren und Ihm den wichtigsten Platz einzuräumen, damit Christus mir dabei hilft, mich in einen Menschen zu verwandeln, der ganz in Seinem Geiste handelt.

Viele Menschen haben zu Gott „Ja“ gesagt und noch viel mehr lehnen Seine Einladung dankend ab.
Gerade zu Weihnachten bietet es sich an, über dieses Angebot nachzudenken.
Ich möchte Seine Einladung voll Dankbarkeit annehmen und anderen Menschen zeigen, dass auch sie von Jesus dazu eingeladen sind, Ihm nachzufolgen und sich ganz auf Ihn einzulassen.

Fastenzeit – Zeit zum Besinnen!

Ich mag sie besonders und freue mich immer wieder, wenn sie dann da ist. Die Fastenzeit!

Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass ich in der Zeit, in der ich auch Fleisch verzichte, oft gefragt werde, ob ich das denn wirklich so lange durchziehe. Mit Religion bringen das die wenigsten in Verbindung, wenn sie mich nicht kennen.
Es wird mehr als eine nützliche Zeit empfunden, in der wir besonders auf unseren Körper achten.

Es ist tatsächlich eine Zeit, um etwas für uns selbst, aber vor allem auch, um etwas für die Beziehung zwischen Gott und uns zu tun!

Der Verzicht auf Fleisch, Süßigkeiten oder auch ein anderes Laster bringt einen Aspekt mit sich, der sehr wichtig ist. Ich tue meinem Körper etwas Gutes. Wer seinem Körper etwas Gutes tut, der schenkt dem Heiligen Geist einen Tempel, in dem Er gerne zu Hause ist.
Auf sich und seinen Körper zu achten, muss also nicht nur ein egoistisches oder gar narzisstisches Motiv haben, unter Christen ist es gar ein sich Hinwenden zu Gott.

 

Bewusst verzichten!

Dieser Verzicht wirkt aber auch in der Seele und lässt uns den Blick zu Gott hin schärfen.
Jedes Mal, wenn ich bewusst verzichte, dann sind meine Gedanken in diesem Moment schon bei Gott, weil ich mich für Ihn im Verzicht übe.
Dadurch passiert es auch schneller, dass man in Alltagssituation ein kurzes Gebet in Gedanken spricht, wo man sonst vielleicht nicht gleich daran denken würde.

Ganz besonders wichtig ist es für mich, in dieser Zeit auch das Leiden Jesu zu vergegenwärtigen. Zu oft vergessen wir, unter welchem Schmerz sich Jesus nur für uns hingegeben hat. Freiwillig, obwohl Er wusste, was passieren wird!
Viel mehr noch. Weil Er wusste was passieren wird, hat Er sich für uns kreuzigen lassen!

Jesus hat es für uns ermöglicht, das ewige Leben erlangen zu können. In Gemeinschaft mit Ihm. Wer an Ihn als den Erlöser glaubt, der wird gerettet werden.
Wer sich verdeutlicht, was Jesus für uns Menschen getan hat, der kann eigentlich nicht anders, als diese Wahrheit zu sehen und auf das Wort Gottes zu hören, und es allen weitererzählen zu wollen.

Zwischen Schmerz und Freude – Weihnachten

Es steht die schönste Zeit des Jahres bevor. Das Fest der Geburt Jesu Christi. Weihnachten ist ein Fest der Familie und des Beisammenseins, ein Fest der Freude!

Ein Fest der Familie… Dies kann oft schmerzlich sein. Ein Familienmitglied, welches krank ist und möglicherweise ein letztes Mal gemeinsam mit uns feiert, kann uns schnell bewusst machen, dass auch diese schöne Zeit ihre Schattenseiten mit sich bringt.

Insbesondere dann, wenn eines unserer Familienmitglieder gestorben ist. Man erinnert sich zurück an die Zeit, in der alles noch voll Freude war. Man riecht einen bekannten Duft und fühlt sich sofort zurückversetzt. Kaum kehrt man mit den Gedanken zurück ins Hier und Jetzt, ist es umso schmerzlicher sehen zu müssen, dass etwas fehlt. Dass jemand fehlt.

Blick doch her, gib mir Antwort, HERR, mein Gott, erleuchte meine Augen, damit ich nicht im Tod entschlafe,[…]

Ps 13,4

In unseren Herzen werden diese geliebten Menschen ewig weiter leben. Aber sie tun es nicht nur in unseren Herzen. Sie leben wahrhaftig. Und das dürfen wir uns auch besonders an diesem Fest bewusst machen.

Unser Retter wird geboren. Unser Heiland und Erlöser. Er, der den Tod zu Ostern endgültig besiegen wird und uns zusagt, dass auch wir ewig leben werden.

Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.

Joh 14,3

Im Hinblick auf dieses Versprechen dürfen wir voll Vertrauen und Hoffnung sein. Wir dürfen wahrhaftig darauf vertrauen, dass unser Herr, dessen Fest wir feiern, unser Fürsprecher sein wird und, dass wir einst zum ewigen Leben gelangen können.
Dort werden wir mit unseren geliebten Menschen wieder beisammen sein und am ewigen Mahl teilhaben dürfen.

So lasst uns gerade deshalb Weihnachten feiern, weil wir dank unseres Herrn Jesus Christus in der Ewigkeit vereint sein können. Es ist ein Fest der Freude. Und wenn man diesen kleinen Jesus, der geboren wird, tief in sein Herz lässt, dann können wir diese besondere Freude verstehen und viel mehr darin finden, als wenn man sich nur der Tradition wegen beschenkt.

Deshalb lasst uns singen, „Nun freut Euch, Ihr Christen!“, denn es ist Weihnachten! 🙂


Magnificat/der Lobgesang Marias:

 

Meine Seele preist die Größe
des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott,
meinen Retter.
Denn auf die
Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.

Siehe, von nun an
preisen mich selig
alle Geschlechter.

Denn der Mächtige hat Großes
an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich
von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm
machtvolle Taten:
Er zerstreut,
die im Herzen voll Hochmut sind.

Er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt
die Reichen leer ausgehen.

Er nimmt sich
seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unseren
Vätern verheißen hat,
Abraham und
seinen Nachkommen
auf ewig.

Pfingsten ist vorbei – war es das jetzt mit dem heiligen Geist?

Pfingstsonntag und Pfingstmontag liegen nun hinter uns. Die Zeit, in der der heilige Geist so präsent ist, erscheint dadurch irgendwie sehr begrenzt. Doch ist diese Zeit tatsächlich auf zwei Tage im Jahr begrenzt?

Mit Pfingsten endet die Osterzeit. Das „normale“ Kirchenjahr wird fortgeführt. Pfingsten ist das wahrscheinlich am schwersten zu begreifende Fest. Es ist nicht so einfach, sich auf diesen Glauben einzulassen, dass da ein Geist ist. Dabei ist dieser Geist immer da. Eben nicht nur an diesen zwei Tagen.

Dieser heilige Geist schwebt nicht so, wie Casper durch die Flure und erschreckt Leute.
Ich habe eine konkrete Vorstellung davon, ein Gefühl, wie Er wirkt. Wenn wir einmal nicht mehr weiter wissen, steht Er uns mit Seinem Rat zur Seite.
Plötzlich fällt uns eine Lösung ein. Diese Lösung scheint von Gott gegeben. Und vielleicht ist sie das ja. 😉

Manchmal sehen wir nach reiflicher Überlegung, vielleicht mit etwas anderen Augen, als zuvor auf ein Problem und handeln so weiser. Uns geht ein Licht auf und wir erlangen eine Erkenntnis. Dieses Gefühl, wenn man dann plötzlich denkt, „Heureka!“.

Oder wir machen einen Fehler und kommen zur Einsicht, dass wir anders hätten handeln sollen.
Wer bis hierher gelesen hat, wird möglicherweise erkennen, dass dies alles Gaben des heiligen Geistes sind (es gibt ganze sieben davon 😯  ).

Es ist also ganz klar, dass der heilige Geist in uns wirkt. Er ist Gott. Und wenn man sich das so vorstellen will, ist Er unsere Verbindung, die uns direkt mit Gott kommunizieren lässt.
Je nachdem, wie sehr man sich nun auf den heiligen Geist einlässt, beginnt Er in uns zu wirken.
Ich kann nur so viel sagen… Es ist wundervoll. Es bereichert mich und lässt mich immer wieder Neues erkennen und verstehen.

Als Abschluss möchte ich noch ein Gebet vom heiligen Papst Johannes Paul II. einfügen. Ich finde es wunderschön und es könnte durchaus auch anregend für Euch sein. 🙂

 

Gebet zum Heiligen Geist

O Heiliger Geist, Du Liebe des Vaters und des Sohnes.
Gib mir immer ein, was ich denken soll.
Gib mir immer ein, was ich sagen soll und wie ich es sagen soll.
Gib mir ein, was ich verschweigen soll und wie ich mich dabei verhalten soll.
Gib mir ein, was ich zur Ehre Gottes, zum Wohl der Seelen und zu meiner eigenen Heiligung tun soll.

Heiliger Geist, gib mir Verstand, um zu verstehen und zu erkennen;
gib mir das Fassungsvermögen, um alles zu behalten.
Lehre mich die Methoden und gib mir die Fähigkeit, immer wieder zu lernen.
Gib mir Scharfsinn, um richtig zu deuten und zu unterscheiden.
Gib mir die Gnade, um wirkungsvoll zu sprechen.

Heiliger Geist, gib mir Zuversicht und Treffsicherheit am Beginn;
leite und führe mich bei der Ausführung und schenke mir Vollkommenheit beim Beenden.

Amen.

Schwerpunkt Fastenzeit: Der Kreuzweg

Dieser Beitrag wird wohl eher sehr gläubige Christen ansprechen. Ich möchte ihn trotzdem gern allen empfehlen. Der Kreuzweg verdeutlicht, dass auch Jesus, Gott selbst, weiß, was es heißt, furchtbare Schmerzen zu ertragen.

Der Kreuzweg wird in der Fastenzeit gebetet. Er soll uns vergegenwärtigen, wie sehr Jesus leiden musste. In katholischen Kirchen finden sich an den Seitenwänden Bilder zu jeder Station. Wir möchten hier zu jeder Station einen Beitrag verfassen.

Anna hat letztes Jahr einen Kreuzweg geschrieben. Sehr persönliche Worte und Gedanken finden sich darin. Wir möchten ihn mit Euch teilen.

Jeweils am Mittwoch und Freitag in der Fastenzeit werden wir eine Station dieses Kreuzweges online stellen. Die Station wird unter anderem auch in diesem Beitrag verlinkt. Nun lasse ich die Stationen für sich selbst sprechen…

Mögen wir ihn andächtig beten.

 

Unsere Eröffnung und Einladung:

„Mein Freund, wozu bist du gekommen?“

Diese Frage richtete Jesus an Judas. Es waren Seine letzten Worte, bevor Er gefasst und verhaftet wurde. Bevor wir diesen  Kreuzweg beginnen, befassen wir uns näher mit diesen Worten. Stellen wir uns selber diese Frage – „mein Freund, wozu bist du gekommen?“. Bist du dieser Reise sicher? Willst auch du dein Kreuz auf die Schulter nehmen? Das Kreuz steht doch für Niederlage, Erniedrigung, Peinigung… Willst du diesen peinlichen Weg der Niederlage und der Erniedrigung wirklich gehen? Wir tragen alle Kreuze als Ketten, Kreuze hängen in unserem Zuhause, in den Schulen, in Spitälern… Es kommt nicht selten vor, dass wir unter diesen Kreuzen streiten, schimpfen, fluchen. Wir sind angefressen, weil uns wiedermal etwas nicht gelungen ist. Weil uns wiedermal jemand enttäuscht hat. Weil wir wiedermal verletzt wurden. Weil uns Krankheit, Tod und Krieg heimgesucht hatten. Wir sprechen viel über das Kreuz. Wir singen vom Kreuz, aber wenn es mal da ist, sind wir überrascht und enttäuscht.

„Mein Freund, wozu bist du gekommen?“

Bin ich es würdig, hier unter diesem Kreuz zu stehen? Trete ich diese schmerzvolle Reise an? Oder drehe ich doch lieber um und gehe nach Hause?

Station 1: Jesus wird zum Tode verurteilt -> zur 1. Station

Schwerpunkt Fastenzeit: Verzichten… aber wozu?!

Fasten… eigentlich voll modern. Man will ja einen gesunden Körper haben. Etwas für sich tun. Liegt im Trend und alle machen mit. Soweit so gut. Aber was ist jetzt eigentlich der Unterschied zwischen dem Fasten, das alle praktizieren, und dem christlichen Fasten?

Im letzten Beitrag habe ich schon kurz einen Gedanken dazu ausgeführt. Jetzt möchte ich ein bisschen weiter meine Sichtweisen dazu loswerden. 😉

Wir alle wissen, dass Fasten Verzicht bedeutet. Damit wären wir eigentlich schon mittendrin im Thema. Es geht beim christlichen Fasten nämlich nicht nur darum, auf ein bisschen Essen zu verzichten und gut ist. Dieses Verzichten, sollte uns zum Nachdenken anregen.

Was meine ich hier konkret? Wenn wir uns entscheiden diese 40 Tage mitzumachen, erklären wir uns als Christen solidarisch untereinender. Gemeinsam gedenken wir dem Leiden Jesu. Es geht aber viel weiter. Gemeinsam verzichten wir auf üppige Mahlzeiten, um mit den hungernden der Welt zumindest ein klein wenig mitfühlen zu können. Für uns ist es schließlich selbstverständlich, ein warmes Essen auf dem Tisch zu haben. Das ist es für unglaublich viele andere Menschen jedoch nicht. Selbst im eigenen Land.

Verzichten kann man aber nicht nur bei unseren Essgewohnheiten. Wir könnten auch die Zeit vor dem Fernseher oder dem Smartphone reduzieren. Wertvolle Zeit verschenken wir täglich. Zeit, die wir besser mit unserer Familie verbringen könnten. Zeit, die wir für hilfsbedürftige Menschen nutzen könnten. Zeit, die wir für Gott und das Gebet verwenden könnten.

Es geht hier also auch darum, freier zu werden. Freier werden, indem wir uns von Abhängigkeiten losmachen. Um sich auf die wichtigen Dinge im Leben und darüber hinaus konzentrieren zu können.

Nun habe ich eigentlich in den letzten Absätzen bereits konkret gemacht, worum es beim Fasten noch geht. Dieser christliche Verzicht besteht nicht nur daraus, Fleisch aus seinem Tagesmenü zu streichen. Diese Zeit besteht aus drei Säulen. Zum einen natürlich der Verzicht an sich.

Eine zweite Säule wäre das Gebet. Die Zeit, die Freiheit, die man durch den Verzicht gewinnt, sollte für das Gebet gegeben werden. Wir wollen zum einen das Verhältnis zu Gott stärken und auffrischen. Zum anderen wollen wir aber auch für diejenigen,  die leiden müssen, beten. Besonders in dieser Zeit!

Die dritte Säule ist die Nächstenliebe. Das ist die wichtigste Säule! Wir könnten ja nun Geld, das wir durch den Verzicht gespart haben, nach der Fastenzeit wieder beim Fenster rausschmeissen. Da geht der Sinn dann aber a bissal verloren. Also Obacht und nachdenken. 😉
Wenn wir hier schon Geld und Zeit gespart haben, dann sollten wir diese Zeit und das Geld für die Armen aufwenden. Das, was wir uns jeden Tag an Barem ersparen, kann man am Ende der Fastenzeit beispielsweise an eine wohltätige Organisation spenden. Die Zeit, die wir sparen, könnten wir vielleicht für Menschen opfern, die einfach jemanden zum Zuhören brauchen.

Es gibt so viele Wege und Möglichkeiten, das Christsein zu leben. Und auch, wenn andere Menschen das hier lesen, erkennen sie vielleicht, dass das alles aus diesem Blickwinkel heraus Sinn macht. Ich würde es mir wünschen. Ich würde mir wünschen, dass wir uns so solidarisieren und die Welt ein kleines Stück besser machen. 🙂