Kirche – Die Gemeinschaft des Herrn

Die Kirche genießt keinen guten Ruf. Wenn „die Kirche“ erwähnt wird, dann denken wir vor allem an: die Zulassung der Frauen zu den geistlichen Ämtern, die Frage des Zölibat, Skandale, den Kirchenbeitrag, eine veraltete Sexualmoral und die patriarchischen Strukturen. 
Diese Zusammenfassung dürfte alles Negative beinhalten.

Ihr merkt, obwohl ich die römisch-katholische Kirche noch nicht einmal benannt habe, ist beim Wort Kirche sofort eine Denkrichtung vorgegeben. Diese negativ Haltung behindert uns leider weitestgehend darin, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren – egal ob Gläubiger oder Nicht-Gläubiger.

Was bedeutet „Kirche“?

Um zum Kern vorzudringen ist es notwendig einen Blick auf das Wort „Kirche“ zu werfen.
Das Wort „Kirche“ kommt vom griechischen Wort „kyriakon“ und bedeutet „dem Herrn Zugehörig“.
Gemeint ist also vor allem eine Versammlung, deren Mittelpunkt der Herr (also Jesus Christus) ist!

Glaube ich, worum die ersten christlichen Gemeinden gerungen haben?

Bei all den Diskussionen, die nun um die Kirche entflammen, sollte sich mir die Frage stellen, inwieweit der Herr überhaupt noch die Mitte ist, aus der ich Kraft und Hoffnung schöpfe!
Spielt Jesus überhaupt eine entscheidende Rolle in meinem Leben? Stimme ich mit den Grundüberzeugungen der Kirchen überein, um die man in der ersten Zeit des Christentums, teils blutig, gerungen hat?
Weiß ich zu schätzen, welch‘ großes Opfer für mich dargebracht wurde?

Versteht mich nicht falsch. Viele Diskussionen sind notwendig und man sollte nichts im Keim ersticken. Trotzdem dürfen wir nicht vergessen, dass wir versammelt sind, um Jesus zu loben und zu preisen, Ihm unsere Bitten entgegenzubringen und unseren Dank auszusprechen.
Zumindest mit dem großen Glaubensbekenntnis sollten wir übereinstimmen.

Wenn aber teilweise nicht einmal mehr das gelingt, dann drehen wir uns nur noch um uns selber. Genau das wollte Jesus bestimmt nicht.

Weltlich und doch nicht von dieser Welt!

Die Kirche, mit ihren zum Herrn gehörenden, ist ein zum Teil weltliches Gebilde, das eben auch den weltlichen Unzulänglichkeiten unterliegt. Nichts desto trotz gibt es auch die himmlische Dimension der Kirche, die bereits vollkommen ist.
Drehen wir uns also nicht um uns selbst, sondern wenden wir uns mit all den Heiligen dem Herrn zu und preisen Ihn.

Unsere Kirche wird nur einen Platz in der Zukunft haben, wenn Jesus unsere Mitte ist und nicht unsere eigenen Vorstellungen, die alle anderen gefälligst zu akzeptieren haben.
Lasst uns auf Jesus blicken und aus Ihm heraus Leben!