Corona: Eine Chance für den Glauben in der Krise

Es ist eine Krise in einem nie dagewesenen Ausmaß. Keiner von uns „jungen“ kennt auch nur Ansatzweise eine solche Ausnahmesituation. All die Dinge, die uns selbstverständlich erscheinen, sind plötzlich unerreichbar. Sogar das Klopapier scheint rar zu sein. Corona hat uns fest im Griff.

Es ist tragisch, wenn man in unser Nachbarland Italien blickt und das Leid sieht, während das Gesundheitssystem völlig zusammenbricht. Unser Feind dieser Tage ist unsichtbar.
Das relativ schnelle Handeln unserer Regierung in Österreich lässt uns hoffen, dass unser Gesundheitssystem diese Krise besser überstehen wird als jenes in Italien und wir dadurch hoffentlich weniger Tote zu beklagen haben werden.

Doch wie wird unser Glaube diese Krise überstehen?
Bei all diesen negativen Schlagzeilen sollten wir Corona auch als Chance sehen. Bereits jetzt sehnen sich die Menschen nacheinander. Es wird viel telefoniert, WhatsApp boomt und die sozialen Medien helfen tatsächlich zueinander zu finden.

Jesus fehlt mir!

Ich selbst bin seit Montag täglich in den Livestreams von Missio dabei. Ich nehme mir nun die Zeit die heiligen Messen abseits des Sonntags mitzufeiern, wenn auch nur aus der Ferne. Trotzdem ist da eine starke Verbundenheit im gemeinsamen Gebet. Derzeit bin ich überschwänglich dankbar für diese Möglichkeiten. Abseits davon merke ich auch, dass die täglichen Gebete nun viel tiefer sind als zuvor.

Das gemeinsame Singen und Musizieren mit meiner Frau macht mir noch mehr Spaß und ich spüre, dass Jesus ganz nahe bei uns ist, auch wenn wir die Eucharistie derzeit nur geistig empfangen können.

Die Hauskirche lebt auf!

Im Kreise der Familie lassen sich derzeit neue Formen des Gottesdienstes entdecken. Viele Möglichkeiten bieten sich, wie etwa das gemeinsame Lesen in der Bibel, das Rosenkranzgebet, kurze Andachten, Tagesimpulse zu den Lesungen zu betrachten, eine eigens gestaltete Wort-Gottes-Feier oder das gesungene Gebet. Es tun sich Gelegenheiten auf, um den Glauben zu vertiefen.

All das kann eine lebendige Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern nicht ersetzen. Trotzdem tut es gut sich täglich auf unsere Mitte, den Herrn, zu besinnen.

Aufschwung mitnehmen!

Diesen Aufschwung sollten wir in unseren Alltag mitnehmen, der irgendwann zurückkehren wird. Dieses tiefere Verständnis für die Dinge im Leben, die wirklich wichtig sind, müssen wir uns dringend bewahren! Unser Glauben soll zum Alltag werden! (Eigentlich sollte das normalerweise bereits so sein!)
Auch im kirchlichen Kreis sollten wir dann unbedingt diese Sehnsucht mitnehmen und jede Feier viel bewusster erleben. 

Wenn wir uns das vornehmen, dann können wir gestärkter aus dieser Corona Krise hervorgehen und auch unser Glaubensleben revitalisieren. Mit diesem erneuerten Glauben wollen wir unsere Mitmenschen anstecken und zu Verkündern des Evangeliums werden!

Lasst uns bereits jetzt verstärkt das Evangelium durch die sozialen Medien verkünden. Der Heilige Geist möge uns beistehen und uns kreativ werden lassen. Das Feuer in unseren Herzen möge brennen für Jesus!