Mission (im)possible! Doch wie geht das richtig?!

 Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!

Mk  16,15

Das angeführte Zitat aus dem Markusevangelium beschreibt wohl, was unser Auftrag ist. Wir, die wir glauben, sollen der ganzen Welt von der Frohen Botschaft erzählen! Wir haben eine Mission!
Christus ist auferstanden! Halleluja! 🙂

Ein simpler Auftrag?

Ein simpler Auftrag, der für mich persönlich durchaus ziemliche Herausforderungen mit sich bringt.
Wie bringe ich persönlich die Frohe Botschaft in die Welt? Wie erzähle ich den Menschen von Jesus, die noch nichts oder nicht wirklich mit Ihm zu tun hatten?

Ich finde es ziemlich schwierig, jemandem, mit dem Feuer das in mir brennt, von Christus zu erzählen ohne dabei zu „durchgeknallt“ zu wirken. In der heutigen Zeit kann das nämlich schnell so rüberkommen, besonders dann, wenn die Menschen das Gefühl bekommen, dass ein Missionierungsgedanke dahintersteckt.

„Mission“ ist ein sehr negativ behaftetes Wort. Es sollte auch nicht unser Ziel sein, jeden Menschen in unserer Umgebung krankhaft überzeugen zu wollen.
Wenn sich aber jemand durch Gespräche über Gott dafür zu interessieren beginnt, was denn das Evangelium ist, dann würde ich mich freuen. Nicht, weil es ein Erfolg für mich ist, sondern weil ich diesem Schäfchen eine Perspektive eröffnen könnte, aus der sich eine neue Sicht auf die Welt und das Jenseits entwickeln könnte. Wir sollten das Wort „Mission“ als im absolut positivsten Sinne empfinden.

Und wie wirkt man jetzt nicht „durchgeknallt“?

Das ist für mich die entscheidende Frage. Ich schaffe es zwar mit allen Menschen, denen ich begegne irgendwann über Gott zu reden. Es ergibt sich meist einfach. Ich bin allerdings sehr vorsichtig, wenn ich versuche über den Glauben, vor allem die katholische Lehre, zu sprechen. Ich bin schließlich auch kein Theologe, der auf jede Frage eine Antwort findet. Diesen Anspruch möchte ich auch gar nicht erfüllen.

Viel mehr spreche ich über meine Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe. Ich höre aber auch sehr aufmerksam zu, was mein Gegenüber mir zu sagen hat. Oft ist da noch eine Verbindung aus der Kindheit, dann ein Bruch und schließlich hat man sich von der Kirche getrennt.

Sehr oft kommt es mir dann so vor, dass niemand diesen vielen Schäfchen zugehört hat. Niemand hat sie gefragt, ob sie auch verstanden haben, woran sie glauben (sollen).
Es wird ihnen die Lehre erklärt und davon ausgegangen, dass sie das alles verstehen.

Das kommt mir bekannt vor!

Ganz, ganz oft finde ich mich selbst in diesen Erzählungen wieder. Man hat es verabsäumt, den Menschen eine Beziehung zu Gott zu vermitteln. Viele haben es verlernt zu beten. Es wirkt zu naiv in den Raum zu sprechen und zu erwarten, dass dann irgendwann etwas passiert, weil die Beziehung fehlt. Es fehlt das Vertrauen.

Ich gebe zu, ich habe hier jetzt viele Türen aufgestoßen, ohne ausreichend Antworten zu bieten.
Die Antworten fehlen mir einfach. Sie fehlen nicht nur mir, sondern auch der Kirche, so kommt es mir oft zumindest vor.
Wir müssen neue Wege gehen, bereit dazu sein die richtigen Worte zu finden und uns vom Heiligen Geist leiten zu lassen, damit wir das tun können, worum uns der Herr selbst gebeten hat.

Besucht bei dieser Gelegenheit auch den Artikel: Wozu brauche ich eine Kirche? Glauben kann ich auch alleine!

Michael

Michael ist der Autor dieses Blogeintrages und hofft damit viele Menschen zu erreichen, die sich sonst vielleicht nicht so sehr mit Glaubensthemen beschäftigen.

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