Es geht uns gut! – So gut, dass wir keinen Gott brauchen?

Es geht uns hier in Österreich gut. So gut, dass die meisten von uns sich keine Gedanken machen müssen, wie sie sich am nächsten Tag etwas zu essen kaufen können. Wir müssen nicht darüber nachdenken, ob wir uns den Arztbesuch leisten können oder die Medikamente, die wir dann vielleicht brauchen.

Wir sind nicht geplagt von Erdbeben, Vulkanausbrüchen, ja sogar das Wetter ist selten in Endzeitstimmung. Wir haben echt Glück!

Doch eine Frage stellt sich mir da. Ist es genau dieses Glück, welches den Glauben an einen Gott obsolet macht?
Wir haben es schließlich nicht nötig, zu beten und doch geht es uns gut. Auch, wenn wir nicht zu Gott beten, wird die Sonne morgen scheinen. Wir werden uns auch ohne Gebet etwas zu essen kaufen können oder uns Dinge leisten können, die wir gar nicht brauchen, die aber für uns so wichtig sind.

Nur bleibt nicht eines dabei auf der Strecke?
Nämlich das innere Seelenheil. Die Sonne, die aus uns heraus strahlen sollte. Das Licht, das wir weitergeben sollten. Ist es ohne Gebet, ohne Gott, nicht verhältnismäßig leer in unserem Leben?

Es kann alles noch so schön sein. Ohne im Inneren den Frieden zu finden, mit der Hilfe Gottes, bleibt eine gewisse Sinnlosigkeit. Sogar im Schönen.

Ich kann das erst jetzt erkennen. Der Glaube hat mir die Augen für das Schöne geöffnet. Erst durch Gott erkenne ich jeden Tag die Chance auf einen guten Tag. Egal, wie der gestrige Tag geendet hat.
Man kann das, denke ich, erst so empfinden, wenn man es erlebt hat. Wenn man erlebt hat, was sich da im Inneren dadurch verändert.

Und wenn dann selbst an weniger guten Tagen, nach unschönen Erlebnissen, der Tag mit einem Gebet voll Hoffnung und dem Glauben an das Gute beendet wird, so ist es möglich, selbst dann das Schöne zu sehen.

Ich will mit diesem Artikel eigentlich nur sagen, dass wir nicht vergessen sollten, für all das Gute in unserem Leben zu danken. Und manchmal hilft der Glaube erst, all das Wundervolle zu sehen, das wir sonst übersehen würden. Weil es Gewohnheit ist.

Ich weiß nicht, wem ich danken würde, wenn nicht Gott in meinem Leben wäre. So weiß ich aber genau, an wen ich meinen Dank richten muss. Für all das alltäglich Gute und Schöne. DANKE GOTT! 🙂