Auch die Gläubigsten zweifeln irgendwann einmal…

Wir befinden uns mitten in der Osteroktave. Täglich gibt es zu dieser Zeit, in den Evangelien zu lesen, dass Jesus den Jüngern erscheint.
Nicht nur einmal gibt es Zweifel unter den Menschen, ob denn tatsächlich Christus vor Ihnen steht.

Man stelle sich also vor, da ist Jesus gestorben und dann steht Er vor einem. Trotzdem kann man nicht glauben was man da sieht. Vielleicht ist das ja nur jemand, der aussieht, wie der Herr.
So geschieht es, dass Jesus immer wieder beweist, dass Er selbst es ist. Manchmal reichen Worte. Als Er, zum Beispiel, Maria von Magdala erscheint und sie Ihn erkennt, als Er sie beim Namen nennt.
Ein anderes mal möchte Thomas, einer seiner Jünger, erst glauben, dass Er der Herr ist, nachdem er seine Finger in die Wunden Jesu legte. Und Jesus gewährte ihm dies.

Selbst unter den Menschen, die täglich mit Jesus zu tun hatten und die Ihn nach der Auferstehung erblickten, kamen Zweifel auf. Doch Christus gibt ihnen zu verstehen, wer da vor ihnen steht.
Schließich finden so immer mehr Menschen den Weg zur frohen Botschaft.

Auch, wenn wir uns also so sicher sind, endlich unseren Glauben tief verankert zu haben und uns Gott so nahe fühlen, kann, beziehungsweise wird es immer wieder passieren, dass wir zweifeln. Wir zweifeln dann vielleicht am Plan Gottes, den Er für uns vorgesehen hat. Wir verstehen vielleicht nicht, warum etwas so passieren muss, wie es nunmal geschieht.
Vielleicht werden wir auch an der Kirche zweifeln oder an unserem bisherigen Lebensweg.

Das ist menschlich. Selbst die engsten Vertrauten waren sich unsicher, ob das nun alles so sein musste, wie es kam. Sie haben versucht mit dem Schmerz umzugehen. Ihr Lehrer und Meister ist schließlich gestorben. Und dann steht er wieder da. Lebendig. Das war auch damals so ungewöhnlich, wie es das heute wäre.
Seine Jünger vertrauen aber schließlich. Sie gewinnen an Kraft. Sie gewinnen an Überzeugung. Und wie es oft im Leben ist, gehen sie gestärkt aus der vormals aussichtslosen Situation hervor.

Wir können uns, denke ich, ein Beispiel an ihnen nehmen. Auch, wenn wir uns irgendwann unsicher sein werden, ob unser Weg der richtige ist, sollten wir vertrauen und geduldig sein. Es gehört dazu, Fragen zu stellen und über unseren Glauben nachzudenken. Antworten kann man etwa in der Bibel finden. Das Wort Gottes kann uns helfen, uns zurecht zu finden. Wenn wir uns auf den Glaubensweg einlassen, dann wird Gott uns auf die richtigen Pfade führen und uns den Weg weisen. Wir müssen nur vertrauen.