Station VII: Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

Wir Menschen mögen es nicht, wenn jemand fällt. Dies behindert den Verkehr, stört unseren Lebensrhythmus, man muss stehenbleiben und diese Person aufheben. Durch solche Leute kommt es nur zu Verspätungen und zur allgemeinen Unordnung. Wer von uns fällt denn am meisten um? Es sind kleine Kinder, ältere sowie kranke Personen. Die Welt fand für diese Fälle Lösungen: Abtreibung und Euthanasie.

Die heutige Welt hat keine Zeit zu verlieren mit Fallenden, Langsamen, Tollpatschigen oder Behinderten. Die Welt ist in ständiger Eile und hat einen sehr ausgebuchten Kalender. Sie rennt unermüdlich dem neuen Fernseher, dem neuen Smartphone, dem neuen Tablet, dem besten Schnäppchen etc. hinterher. Die Welt liebt den Fortschritt und verlangt dies auch von der Kirche.

Die Kirche soll fortschrittlich sein und der Welt in ihrem irren Tempo nachkommen. Die Kirche soll die Welt nicht blockieren und sich ihr nicht in den Weg stellen. So ist unsere Denkweise. So ist auch die Denkweise vieler sogenannter Christen. Somit wird das Christentum immer wieder über den erstarrten Leichnam des Erlösers stolpern.

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