Beziehungsstatus: Es ist kompliziert!

Kennen wir das nicht alle? Anfangs ist eine Beziehung meist wundervoll und mit vielen positiven Gefühlen bestückt. Man schwebt auf Wolken und fühlt sich, wie im siebten Himmel.
Dann ziehen erste Gewitterwolken auf. Es passt etwas nicht und man entscheidet sich dafür, neu zu überdenken, ob diese Beziehung noch Sinn macht.

Bekomme ich das, was ich will? Gibt der Partner bzw. die Partnerin mir das, was ich erwarte oder handelt mein Gegenüber egoistisch? Habe ich noch einen Nutzen von dieser Beziehung?

Jetzt wäre es doch am einfachsten, das Ganze zu beenden und sich nach jemandem anderen umzusehen. Jemanden, der zu 100% dem Bild entspricht, welches ich mir vorstelle. Das ist schließlich der heutige Zeitgeist. Aber macht das alles so wirklich Sinn?

Ihr merkt schon, irgendwie ist dieser Egoismus, den ich dem Partner/der Partnerin vorwerfe eigentlich bei mir selbst vorhanden. Es ist gut, seine eigenen Erwartungen zu haben, aber das bedeutet nicht, dass jene des anderen Menschen für mich keine Bedeutung haben brauchen.

Man muss sich aufeinander einlassen und versuchen die Wünsche des anderen zu respektieren und den Willen zeigen, dass man sehr wohl versucht einige der Erwartungen zu erfüllen. Dann wird mein(e) Partner/in es mir vermutlich auch verzeihen, dass es mir wahrscheinlich nicht immer gelingt.

Geht es uns nicht manchmal genauso mit unserer Gottesbeziehung?
Dieses positive Gefühl, wenn gerade alles wunderbar ist und man Gott einfach nur für alles danken möchte.
Und dann kommen die Tage, an denen wir uns Gott nicht mehr so nahe fühlen. Tage, an denen wir uns fast etwas verlassen fühlen.
Die Dinge laufen nicht so, wie wir uns das vorstellen. Eben dann sollten wir nicht unsere Beziehung aufgeben.

Es gibt Momente, in denen alles kompliziert ist. Genau zu dieser Zeit ist es aber wichtig, aufeinander zu vertrauen. Gott will uns genauso, wie wir sind. Er weiß, dass wir nicht immer so sein können, wie es uns Jesus vorgelebt hat.
Aber er verzeiht uns, wenn wir eingestehen, dass wir Fehler machen und es uns aus tiefstem Herzen leid tut.

Er gibt uns niemals auf! So sollten auch wir niemals unsere Beziehung zu Gott aufgeben, sondern geduldig sein, wenn es von Zeit zu Zeit so aussieht, als wären wir verlassen worden.

Unser Zeitplan entspricht nicht immer jenem von Gott. Was uns gerade richtig und wichtig erscheint, ist im Angesicht Gottes unwichtig.
Diese Beziehung ist die möglicherweise herausforderndste unseres ganzen Lebens und wir müssen uns immer wieder neu dazu bekennen und uns dafür entscheiden, zu Gott „Ja“ zu sagen.

Michael

Michael ist der Autor dieses Blogeintrages und hofft damit viele Menschen zu erreichen, die sich sonst vielleicht nicht so sehr mit Glaubensthemen beschäftigen.

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