Zu seinem Glauben stehen – nicht immer ganz einfach…

Ich glaube an…
Christen wissen wohl ganz deutlich, wie dieser Satz zu vervollständigen ist. Da gibt es keine Sekunde nachzudenken.
Ich glaube an Gott!

Sich zu seinem Glauben bekennen ist keine Selbstverständlichkeit. Ich denke, viele Christen wollen in ihrem Alltag nicht mit ihrem Glauben konfrontiert werden.
Vor allem vielleicht wir Katholiken. Man weiß genau, in welche Richtung die Gespräche über den Glauben an Gott, den Glauben an die Kirche führen werden. Es wird vor allem negativ.

Das sollte uns nicht abhalten. Ich plädiere sogar dafür, dass wir unseren Glauben leben.
Nicht, dass wir uns aufdrängen. Sondern, dass wir mit unserem christlich geführten Leben anderen Menschen zeigen, dass Christ oder Katholik zu sein mehr ist, als nur auf die Kirchensteuer und Skandale reduziert zu werden.
Gerade durch den gelebten Glauben ist es möglich, Vorurteile abzubauen!

Ein Kettchen mit einem Kreuzanhänger zu tragen, sich auch in der Öffentlichkeit vor dem Essen zu bekreuzigen oder auch einfach in der Bibel zu lesen, können erste Schritte sein.
Man sollte das alles nicht tun, um zu provozieren oder weil man stolz ist. Es soll einfach zeigen, dass man sich seiner Überzeugungen nicht schämt.

Ich persönlich scheue mich dann auch nicht vor Gesprächen, die vielleicht negativ oder kritisch sind. So gut ich es kann, versuche ich mit Argumenten und vor allem mit dem Gebot der Liebe unseren Glauben anderen Menschen näherzubringen. Ich muss jemand anderen nicht von meinen Ansichten überzeugen, aber ich kann Denkanstöße liefern, um vielleicht das Interesse an mehr Informationen zu wecken.

Es ist aber durchaus schwierig, den schmalen Grat zwischen fromm und fanatisch sein augenscheinlich nicht zu überschreiten. Was für mich persönlich fromm wirkt, wirkt für mein Gegenüber dann vielleicht abschreckend.
Gerade deshalb sind diese kleinen Gesten gut geeignet, um Gespräche auf einer sanftmütigen Basis zu beginnen.

Für mich persönlich, ist auch das Bekenntnis in den sozialen Netzwerken wichtig. Gerade da, wo ich vielleicht besonders einfach anzugreifen bin, weil sich im Sumpf des Internets jeder gerne mal so richtig auslässt. Genau da, will ich aber Argumente entgegen bringen. Ganz ohne Hass. Möglichst durch das Evangelium.

Über diese kleinen Gesten hinaus, bietet es sich dann aber auch an, ein Auge auf die Werke der Barmherzigkeit zu werfen. Ich werde diese nachfolgend auflisten. Man könnte sich vornehmen, täglich ein leibliches und ein geistliches Werk der Barmherzigkeit zu begehen. Denn das wäre dann der wirklich gelebte Glauben.
Natürlich ist es unmöglich, alles davon zu erledigen, aber irgendeines der Werke, kann gewiss jeder von uns erfüllen.

Damit können wir das Evangelium durch konkrete Werke zu den Menschen bringen. Kann es denn etwas Schöneres geben, als aus Liebe seinem Nächsten gegenüber zu handeln?
So kann jeder von uns Zeugnis ablegen und die Liebe Gottes zu den Mitmenschen bringen. Uneigennützig, ehrlich und fromm.


 

Geistliche Werke der Barmherzigkeit:

  • die Unwissenden lehren
  • die Zweifelnden beraten
  • die Trauernden trösten
  • die Sünder zurechtweisen
  • den Beleidigern gerne verzeihen
  • die Lästigen geduldig ertragen
  • für die Lebenden und Verstorbenen beten

Leibliche Werke der Barmherzigkeit:

  • Hungrige speisen
  • Obdachlose beherbergen
  • Nackte bekleiden
  • Kranke besuchen
  • Gefangene besuchen
  • Tote begraben
  • Almosen geben

Michael

Michael ist der Autor dieses Blogeintrages und hofft damit viele Menschen zu erreichen, die sich sonst vielleicht nicht so sehr mit Glaubensthemen beschäftigen.

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