Stille in der Urlaubszeit

Gerade jetzt in der Urlaubszeit bietet es sich an, beim Sightseeing mal in eine Kirche hineinzublicken. Meistens finden sich viele Menschen in den Kirchen des Urlaubsortes ein, gerade wenn es historisch interessante Plätze sind. Staunend blickt man dann von einem Seitenaltar zum nächsten und bewundert die Schönheit, die einem förmlich ins Auge springt.

Manch einer bleibt dann schon einmal kurz sitzen und genießt die Atmosphäre und die Ruhe, die eine Kirche ausstrahlen kann.
Noch schöner wird das Ganze, wenn man einen Zeitpunkt erwischt, an dem es etwas ruhiger ist. Wenige Menschen und eine leise Geräuschkulisse.

Und wenn es dann für einige Momente still wird, ist es als würde man Kraft tanken und einen Augenblick spürt man die Präsenz Gottes. Großartig… 🙂

Natürlich weiß ich, dass nicht jeder so empfindet. Die meisten gehen in diese alten und prachtvollen Kirchen, um alles abzufotografieren und sind schnell wieder draußen. Schade, denn hier geht dann unglaublich viel verloren.
Kirchen sind nun mal keine Museen, sondern ein Ort, an dem man sich bewusst werden kann, dass Gott hier ein Stück näher ist.

Gewiss, Er ist immer nahe. Aber der Mensch braucht Bezugsorte, an denen er besonders spürt, sieht und erlebt, wie kraftvoll zum Beispiel ein gemeinsames Gebet sein kann.
Ein Gotteshaus ist also immer auch ein Ort, an dem man nicht anders kann, als an Gott zu denken. Es ist schön sich in einem Gebet zu verlieren. Besonders auch in Stille. Und manchmal ist die Stille selbst das Gebet.

Viele von uns sind in der heutigen Zeit mit Stille vielleicht sogar überfordert. Egal wo man ist oder wie spät es ist, wirklich stille Momente gibt es für uns kaum. Entweder der Fernseher macht Geräusche, das Radio, ein YouTube Video, der MP3 Player, der Verkehr oder die Menschen um einen herum. Stille ist uns befremdlich geworden.
Wenn wir diese Stille dann doch einmal um uns haben, wird sie uns schnell unangenehm, weil sie doch so ungewohnt ist.

Versuchen wir doch ganz bewusst ein paar ruhige Minuten in unseren Tag einzubauen. Vielleicht nur fünf Minuten, an denen wir einfach mal alle Geräusche um uns herum ausschalten, so gut es geht.
Und sollten wir dann einmal zufällig in einer Kirche sein, dann eignet sich dieser Ort besonders gut, um in Stille zu verweilen. Egal, ob man Gläubig ist oder nicht, diese bewusste Auszeit tut uns allen gut. Und wir alle sollten uns diesen kleinen Luxus gönnen. Nicht nur in der Urlaubszeit. 😉

Michael

Michael ist der Autor dieses Blogeintrages und hofft damit viele Menschen zu erreichen, die sich sonst vielleicht nicht so sehr mit Glaubensthemen beschäftigen.

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